Geheimer Geheimbereich für Geheimnisträger_innen

Neben den vielen Songs, die ich in den letzten Jahren als Soulitaire und Martin Rotheneder veröffentlicht habe, gibt’s auch eine ganze Reihe, die ich für diesen Bereich hier zurückhalte. Hierher kann man immer mal wieder zurückkommen, schauen ob’s was neues gibt, in den älteren Sachen stöbern. Ich wünsche viel Freude beim Hören! 🙂

Lust auf einen Trip ins Unbekannte Leben? Dann komm mit in den geheimen Geheimbereich für Geheimnisträger_innen!

SEEPFERDCHEN TANZEN

Dies war der erste Testballon, mein zweiter Mundarttext ever, der erste im heurigen Jahr. Kurz zuvor hatte ich ein paar Textzeilen probiert, war unsicher, ob ich diesen Weg gehen sollte. Als meine Frau und ich bei einem abendlichen Spaziergang drüber redeten, erzählte sie mir auch von einem Vortrag, den sie grade gehört hatte. Über die Wichtigkeit von Bewegung für das Gehirn, dass das die „Seepferdchen“ – der Hippocampus – zum tanzen bringt, sehr vereinfach ausgedrückt. „Für meine Hippocampi jump i“ lieferte mir meine Frau eine wie ich finde geniale Textzeile, aus der ich zuhause gleich den Song weiterformte.

Dann schnell dieses Akustikdemo aufgenommen und auf meinem privaten Facebookprofil in die Runde geschmissen um zu sehen, wie sich Mundart und ich so vertragen würden in den Ohren meiner Freunde. Ich möchte den Song auch einmal als Studioversion aufnehmen, vielleicht für ein späteres Album!? Was meint ihr?

Eigentlich gibt es eine lange Geschichte zu dem Song, die zu erzählen ist mir aber selbst in diesem geschützten Rahmen zu persönlich, deshalb lasse ich den Songtext für sich sprechen:

In every house there‘s a spot
where the sun will shine on you
with every shadow you‘ve got
there you‘ll have the warmth to get you through

Hard times, tough times
everyday you’re feeling
low but fail to know why

Mad times never stop to
bring you down until you
out there in the sunlight

I don’t know if
in my life
someone’s ever been so mean to me

Out of nowhere
without warning
you hit my back and made it hard to breathe

I had my guard down
been my most vulnerable
Just happy that I had some love to give

You didn’t even know me
just made assumptions
poured all your bitter loathing over me

And it hurt
for days I’d think
did I deserve for you to nearly made me sink

You cracked my spine
you broke my neck
You said you’d like me but I sure won’t like you back

And even if it’s hard for me I believe

In every house there‘s a spot
where the sun will even shine on you
with every shadow you‘ve got
there you‘ll have the warmth to get you through

Hard times, tough times
everyday you’re feeling
low but fail to know why

Mad times never stop to
bring you down until you
out there in the sunlight

P.S.: Wer sich schon mal eins der Interviews auf musik.stp angehört hat wird die Melodie vielleicht erkennen 😉

„I see the digits of your birthday on the milestones by the street“ – immer wieder passiert es mir, dass ich auf Kilometersteinen oder auch anderswo die Zahlen des Geburtsdatums meiner Frau lese. Nüchtern betrachtet ein Zufall, wäre sie nicht der wichtigste Mensch in meinem Leben und wäre ich nicht ein hoffnungsloser Romantiker 😉

Die Aufnahme ist ein wenig anders enstanden als die meisten anderen: Ich hab eigentlich ein Solo-Performance Video davon gefilmt, also gar nicht unbedingt das Ziel verfolgt eine Studioaufnahme zu machen. Weil’s aber dann eigentlich eine gute Performance war hab ich dann gleich die Tonspur als Basis für das gesamte Arrangement verwendet!

Dieser Song hat eine bewegte Geschichte. Angefangen hat alles mit einer Autofahrt und dem einzigen Ziel in Bewegung zu bleiben, damit meine damals ca. eineinhalbjährige Tochter am Rücksitz weiterschlafen konnte. Da hab ich dann die ersten Textzeilen ins Handy-Diktiergerät gesungen: „Sometimes while you sleep, I drive around and see the world through a windshield“.

Einige Zeit später kamen dann die Gitarrenakkorde, ein Refrain, irgendwann war eine Version fertig. Aber noch nicht die richtige, denn ganz zufrieden war ich nicht. Also nochmal alles neu aufrollen – inzwischen waren ein paar Monate vergangen – neue Groove für die Strophe, neue Aufnahmen. Den Song bei ein paar Konzerten ausprobiert, dann wieder ein wenig was verändert, wieder ein paar Sachen neu aufgenommen. Im März 2020, noch vor dem ersten Lockdown, waren dann 95% des Wegs geschafft, die Studioversion im Kasten. DANN kam noch die Akustikversion auf Facebook und erst im August 2020 stellt ich diese Version endlich fertig.

Und ich finde die ganze Arbeit hat sich ausgezahlt, denn ich bin nachhaltig stolz drauf <3 Ich hatte Gelegenheit, mal wieder ein paar Jazz-Sounds auszuprobieren, dem George Benson in mir etwas Raum zu geben und ein paar verrückte Backingvocals einzusingen (da gibt’s ein paar sehr hohe und energetische Falsett-Gesänge im letzten Refrain und Outro :-P).

Digital gibt’s den Song nur hier zu hören, lediglich als Teil eines Vinylsamplers, in einer limiterten Auflage wurde er veröffentlicht.